Zum Dialogprozess und zur europäischen Bildungspolitik

Die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Hochschulgemeinden (AKH) fasst Beschlüsse zum innerkirchlichen Dialogprozess und zur Bildungspolitik in der EU

(Weimar-Bonn, 25. November 2012) „Die Verantwortung liegt auch bei uns, wir müssen sie annehmen.“ So ist der Tenor der Beschlüsse der Delegiertenversammlung der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Hochschulgemeinden (AKH), die vom 23. bis 25. November in Weimar stattfand. Dies gilt vor allem für den innerkirchlichen Dialog, der durch das Gestaltungspotenzial dieser jungen Gemeinden gewinnen kann. „Wir sind diejenigen, die die Kirche mit in die Zukunft tragen. Also müssen wir uns auch einbringen,“ so Markus Razniewski aus dem Vorstand der AKH.

Dies gilt auch für die Bildungspolitik. In diesem Zusammenhang gab es ein einstimmiges Votum für die Forderung, das Erasmusprogramm der EU für die Zukunft zu stärken. Der studentische Austausch in Europa ist nicht nur für die Entwicklung der je eigenen Persönlichkeit wichtig. Er ist auch Grundlage für die friedliche Zusammenarbeit im zukünftigen Europa, so eine der zentralen Gründe für diesen Beschluss.

Während der Versammlung wählten die Delegierten auch einen Teil ihres Vorstandes neu, sodass dieser nun wieder komplett besetzt ist. Dabei wurde Sarah Wernerus aus Köln in ihrem Amt als Vorsitzende bestätigt.
Auf der Delegiertenversammlung der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Hochschulgemeinden (AKH), die die etwa 125 Hochschul- und Studierendengemeinden in Deutschland vernetzt und vertritt, wurde eines sehr deutlich: Die Hochschulgemeinden haben ein hohes Maß an Gestaltungskompetenz, sowohl im kirchlichen wie auch im universitären Bereich. Diese nun auch verstärkt wahrzunehmen ist der Auftrag, den sich die Delegierten selbst gestellt haben. So sehen sie in ihren Gemeinden ein Bild der Kirche verwirklicht, dem sie zutrauen, dass es die Kirche zukunftsfähiger macht. Hatte im letzten Jahr die Arbeitsgruppe „Gemeinde“ genau diese Aspekte, wie die zielgruppengerechte Pastoral herausgearbeitet, so wird sie nun durch die AG „Kirchenpolitik“ fortgeführt. Diese hat zur Aufgabe, den öffentlichkeitswirksamen Diskurs zu fördern, um so auch ihren Teil zum Dialog innerhalb der Kirche beizutragen. „Die Hochschulgemeinden sind Oasen der Lebendigkeit des Glaubens und einer jungen Kirche. Wir möchten mit dieser AG unseren Teil dazu beitragen, dass Kirche zukunftsfähig ist“, so Martina Klump aus der KHG Edith Stein in Freiburg i.Br..

Erklärung zur Zukunft des Erasmusprogramms der EU

Dieser Verantwortung ist sich die AKH nicht nur im kirchenpolitischen Kontext bewusst; sie möchte auch die allgemeinen studentischen Belange in den Fokus stellen. So fordert die Delegiertenversammlung auch, dass das Erasmusprogramm in bewährter Weise fortgeführt werde. Die Erfahrung des Fremdseins, die Kontakte zu anderen Studentinnen und Studenten und das Eintauchen in eine andere Kultur sei konstitutiv für das Zusammenwachsen Europas auch in Zukunft: „Seit 25 Jahren bewegt das Erasmusprogramm Studierende in ganz Europa dazu einander zu treffen, sich auszutauschen, voneinander zu lernen. Nun, ausgerechnet wenige Wichen nachdem die EU den Friedensnobelpreis für die Förderung des Friedens und der Versöhnung in Europa erhalten hat, sind Fortführung und vor allem die Finanzierung des Erasmusprogramms in Frage gestellt. Dabei stellt gerade das Erasmusprogramm für viele junge Menschen eine Möglichkeit dar, Europa zu erfahren. Das Erasmusprogramm macht Europa und auch die EU für junge Menschen greifbar und erfahrbar. Es macht diese jungen Menschen zu Europäerinnen und Europäern“ (Auszug aus dem Beschluss).

Der neu zusammengesetzte Vorstand freut sich über die Voten der Versammlung, die die Arbeit des kommenden Jahres mit prägen werden. Dem Vorstand gehören für das Jahr 2012/13 an: Sarah Wernerus (Vorsitzende), Charlotte Dietrich, Simon Fischer, Richard Hübner, Andreas Ihm, Martina Klump, Sarah Krzyzanowski, Julia Neff, Bernd Northoff, Theresia Palenta, Markus Razniewski, P. Johannes Zabel.

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