Segnung gleichgeschlechtlich liebender Paare

Segnung gleichgeschlechtlich liebender Paare: Bei uns gerne!

Segnung gleichgeschlechtlich liebender Paare

Hochschulgemeinden widersprechen der Note der Glaubenskongregation zur Segnung gleichgeschlechtlich liebender Paare

Mit einer am 15. März veröffentlichten Note der Glaubenskongregation in Rom hat der Vatikan den Überlegungen und der geübten Praxis, gleichgeschlechtlich liebende Paare zu segnen, in deutschen Bistümern und in Kirchen anderer Länder eine grundsätzliche Absage erteilt. Die Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Hochschulgemeinden (AKH) und der Hochschulseelsorger:innen in Deutschland (KHP) widersprechen entschieden diesem Versuch, eine Weiterentwicklung der Segenspraxis für gleichgeschlechtliche Beziehungen zu verbieten. Sie unterstützen alle Seelsorger:innen, die gleichgeschlechtlich liebende Paare weiter segnen. Sie rufen das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und die Bischöfe dazu auf, im Rahmen des Synodalen Weges unbeirrt nach tragfähigen Lösungen für eine dem Evangelium gemäße wertschätzende Anerkennung aller Lebensformen auch im kirchlichen Leben zu suchen.

Einem gleichgeschlechtlichen Paar zu sagen, dass seine gelebte partnerschaftliche Liebe nicht in Übereinstimmung mit dem Schöpfungsplan Gottes sei – wie das die Note der Glaubenskongregation tut – ist entwürdigend.Magdalena Schmitt, Vorsitzende der AKH, zur Segnung gleichgeschlechtlich liebender Paare

„In Hochschul- und Studierendengemeinden finden Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität einen Raum, ihren Glauben zu leben und zu entfalten“, erklärt Magdalena Schmitt, Vorsitzende der AKH. „Einem gleichgeschlechtlichen Paar zu sagen, dass seine gelebte partnerschaftliche Liebe nicht in Übereinstimmung mit dem Schöpfungsplan Gottes sei – wie das die Note der Glaubenskongregation tut – ist entwürdigend. Dies ist in keiner Weise christlich, denn alle Menschen können gleichermaßen am Schöpfungsplan Gottes mitwirken. Die Erläuterung aus Rom beurteilt die Segnungswürdigkeit von Partnerschaften auf einer primär naturalistischen Grundlage – das können wir jungen Menschen in der heutigen Zeit nicht hinnehmen.“ Schmitt befürchtet, dass die Kirche in Deutschland sich noch weiter von den Menschen entferne, wenn sie diese Vorgaben aus Rom umsetze.

„Wir stehen für eine dem Menschen zugewandte und schöpfungsfrohe Segnungspraxis gerade auch von gleichgeschlechtlich liebenden Paaren. Liebe kennt keine Bedingungen!”Christine Schardt, Vorsitzende der KHP, zur Segnung gleichgeschlechtlich liebender Paare

Ein Stück glaubensfesten „zivilen Ungehorsam“ fordern denn auch zahlreiche Priester, Seelsorger:innen und Studierende. „Unter ihnen sind viele aus der Hochschulpastoral“, erklärt Christine Schardt, Vorsitzende der KHP. „Die KHP steht hinter all diesen mutigen Kolleg:innen. Wir rufen alle Beteiligten im Synodalen Weg der Kirche in Deutschland auf, die rationalen, theologischen und spirituellen Grundlagen für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare trotz der Vatikanischen Note zu festigen und in den weltkirchlichen Diskurs einzubringen. Denn für uns in der Seelsorge mit akademisch gebildeten Menschen steht fest: Wir stehen für eine dem Menschen zugewandte und schöpfungsfrohe Segnungspraxis gerade auch von gleichgeschlechtlich liebenden Paaren. Liebe kennt keine Bedingungen!“

 


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Kontakt:

Christine Schardt                                           

Magdalena Schmitt                                        

Dr. Lukas Rölli (Geschäftsführer)           (0163) 339 23 67          

 

Foto:   kath.ch

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