FHoK fordert Partizipation auf dem Synodalen Weg

FHoK fordert Partizipation auf dem Synodalen Weg

FHoK fordert Partizipation auf dem Synodalen Weg

Vorstand des Forums Hochschule und Kirche e.V. (FHoK) fordert Erweiterte Gemeinsame Konferenz von Deutscher Bischofskonferenz und Zentralkomitee der deutschen Katholiken sowie die vier Synodalen Foren zu Partizipation von jungen Erwachsenen bei der Gestaltung des Synodalen Wegs auf.

In einer offenen Stellungnahme vom 17. Juli 2019 an die Erweiterte Gemeinsame Konferenz von Deutscher Bischofskonferenz (DBK) und Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) sowie an die Leiter der vier Foren des Synodalen Wegs erklärt der Vorstand des Forum Hochschule und Kirche e.V. seine Erwartungen auf Möglichkeiten der Partizipation am Synodalen Weg.

Damit Beteiligung gerade auch von jungen Erwachsenen möglich werde, brauche es zum einen frühzeitige Informationen aus den Foren. Des weiteren seien die Einrichtung von breiten und niedrigschwelligen Beteiligungsmöglichkeiten wie etwa Online-Umfragen oder Foren, Eingabeportale u.a.m. nötig. Auch eine transparente Berichterstattung über die Synodalforen sei wichtig.

Der Synodale Weg müsse selbst zu einem Zeichen von mehr Partizipation in der Kirche werden. Zudem müssten Vertreterinnen und Vertreter der Generation junger Erwachsener unbedingt in die Steuerungsgremien eingebunden werden.

Junge Erwachsene zur Partizipation ermutigen

Bereits im Vorfeld der Weltbischofssynode Jugend 2018 hatte die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Hochschulgemeinden (AKH), Mitglied des FHoK, eine breit angelegte Befragung unter kirchennahen Studentinnen und Studenten durchgeführt.
Dazu zeigten die Ergebnisse überraschend deutlich, dass viele kirchennahe Studierende sich aktiv und reflektiert mit kirchenpolitischen Themen auseinandersetzen und an Diskussionen und Diskursen partizipieren wollen.

Entsprechend möchte das FHoK dazu beitragen, dass junge Erwachsene selbst fähig werden, sich bei den Themenfeldern des Synodalen Weges einzubringen. Dabei liegt es dem Forum an einer Auseinandersetzung mit einem akademischen theologischen Anspruch.

Daher wird das FHoK mit verschiedenen Angeboten die Hochschulgemeinden ab Herbst 2019 darin unterstützen, sich am Prozess des Synodalen Wegs mit Veranstaltungen und Stellungnahmen zu beteiligen. Damit Studentinnen und Studenten sich qualifiziert in den Prozess einbringen können. Zudem können auch die Hochschulseelsorgerinnen und -seelsorger sich als berufsständische Gruppe zu den Themen des Synodalen Wegs äußern.

Erwartungen an einen partizipativen Weg

Um Partizipation zu ermöglichen, benennt die Stellungnahme fünf zentrale Anliegen (hier in gekürzter Fassung):

  1. Eine eigenständige Stimme in der Gremienarbeit der Synodalforen wie auch in den geplanten weiteren Veranstaltungen sowie ein eigenständiges Bundesforum „Junge Erwachsene“.
  2. Einbeziehung der Erfahrungen von Hochschulseelsorgerinnen und -seelsorgern in das Synodalforum zu Macht, Partizipation und Gewaltenteilung.
  3. Frühzeitige Information, Realisierung von breiten und niedrigschwelligen Beteiligungsformen (z.B. Online-Eingaben, Online-Umfragen u.ä.) und eine transparente Berichterstattung über die Synodalforen.
  4. Ein Sprachstil in den Gremien des Synodalen Weges und in der Öffentlichkeitsarbeit, der den Verständnishorizonten der säkularen Welt angepasst ist.
  5. Sorge tragen für eine glaubwürdige Wahrnehmung der geistlichen Dimension des Synodalen Wegs: Zum einen im Umgang miteinander. Zum anderen durch Freiheit des Denkens, Respekt vor unterschiedlichen Meinungen und durch gemeinsames Bemühen um die glaubhafte Verkörperung der christlichen Frohbotschaft durch Reden und Handeln.

Den Wortlaut der offenen Stellungnahme finden Sie hier als PDF zum Download.


Im FHoK sind mehrere Tausend junge Erwachsene vertreten, die in Hochschulgemeinden und Hochschulzentren ihr Engagement für einen gelebten Glauben einbringen. Das FHoK ist die bundesweite Dachorganisation der katholischen Hochschulseelsorge und der weiteren Organisationen der kirchlichen Hochschularbeit.
An den Universitäten und Hochschulen des Landes studieren, arbeiten und leben über 40 Prozent der jungen Erwachsenen einer Generation.


 

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