Gesellschaftliches Engagement Studierender braucht mehr Förderung!

„So unpolitisch wie lange nicht“, „Generation Privatleben“ – so und ähnlich lauteten in den letzten Tagen die pauschalen Urteile über die heutigen Studierenden, mit denen in den Medien die Veröffentlichung des 12. Studierendensurveys kommentiert wurde. Diese Einschätzung entspricht nach Ansicht katholischer Hochschulseelsorger und Studierender nur einem Teil der Wahrheit. Sie bedauern, dass die Demokratiefähigkeit und das soziale Verantwortungsgefühl von Studierenden in dem Survey nicht genügend gewürdigt werde. Gleichzeitig sehen sie Handlungsbedarf bei der Hochschulpolitik, um neue Formen von gesellschaftlichem Engagement besser zu fördern.

Der Vorstand des Forum Hochschule und Kirche e.V. (FHoK) zeigt sich befremdet über die einseitige und klischeehafte Rezeption des neuesten Studierendensurveys des Bundesbildungsministeriums (BMBF). Das Vorurteil einer durch die Bolognareformen herangezogenen „karriereorientierten“ und „unpolitischen“ Studentengeneration werde den sehr unterschiedlich orientierten Studierenden nicht gerecht. Demokratische Grundfähigkeiten und Haltungen seien bei den Studierenden nach wie vor sehr hoch, ebenso die Bereitschaft, sich gesellschaftlich zu engagieren. Infrage stellen lassen müssten sich allerdings die politischen Parteien und auch die Gremien der universitären Selbstverwaltung. Der FHoK-Vorstand hält es für erforderlich, dass im Rahmen der BAföG-Reform dringend über zeitgemäße Formen der Förderung von gesellschaftlichem und politischem Engagement nachgedacht wird. Nicht nur Studierende in den Selbstverwaltungsorganen der Hochschulen verdienen eine längere Auszahlung von BAföG-Leistungen, sondern auch jene Studierende, die sich qualifiziert in die Zivilgesellschaft einbringen!

zur ausführlichen Pressemitteilung

Die Internet-Versionen des aktuellen und der zurückliegenden Studierendensurveys finden Sie unter: www.uni-konstanz.de/studierendensurvey

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Veröffentlicht in Allgemein

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