BAföG als bildungs- und gesellschaftspolitisches Instrument begreifen

Zivilgesellschaftlich Engagierte und Studierende mit Kindern müssen durch das BAföG stärker gefördert werden können, fordert das Forum Hochschule und Kirche (FHoK). Angesichts der beginnenden öffentlichen Diskussion um die Weiterentwicklung des BAföG fordert der FHoK-Vorstand umfassende Ziele der Bildungs- und Beteiligungsgerechtigkeit stärker als bisher in die Überlegungen zur Novellierung des BAföG-Gesetzes einzubeziehen.

„Die Verschulung insbesondere des Bachelor-Studiums erschwert zivilgesellschaftliches Engagement“, erklärt Simon Fischer, FHoK-Vorstandsmitglied und  hochschulpolitischer Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Hochschulgemeinden (AKH). „Dass eine BAföG-Verlängerung bisher nur beim Engagement im AstA oder in der Fachschaft möglich ist, passt einfach nicht mehr in unsere moderne Zivilgesellschaft.“

Der FHoK-Vorstand fordert deshalb entschieden, dass auch qualifiziertes Engagement außerhalb der Hochschule als Verlängerungstatbestand für das BAföG anerkannt wird. Er unterstützt die Forderung des Deutschen Studentenwerks nach einer gesicherten Anpassung der BAföG-Leistungen an die Preissteigerung, die seiner Meinung nach unabdingbar ist, um zukünftig mehr interessierte Erstakademiker aus unteren Einkommensschichten zum Studium zu ermutigen. Ebenso gehört nach Ansicht des FHoK-Vorstandes eine bessere Absicherung für den Fall dazu, dass Studierende zu Eltern werden.

Gemeinsam mit der Evangelischen StudentInnengemeinde in der Bundesrepublik Deutschland (ESG) und weiteren bundesweiten Jugendorganisationen bereitet das FHoK ein Aktionsbündnis vor, das sich für die Einbeziehung umfassender gesellschaftspolitischer Aspekte in die BAföG-Weiterentwicklung einsetzt.

BAföG als ein bildungs- und gesellschaftspolitisches Instrument begreifen! (Pressemitteilung im vollen Wortlaut)

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Veröffentlicht in FHoK

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